

Ach, das kenn ich! Wir hatten ein Buch zuhause, wie hiess das nochmal, ja, richtig, Struwwelpeter, ja so hiess das. Am meisten hat mich dieser da, und dieser beeindruckt, und die Namen? Ja, ja, das war’s, Suppenkaspar und Konrad, der Daumenlutscher… Das ging doch so, ungefähr, «Nein, meine Suppe ess ich nicht,» und «…und war am fünften Tage tot!» Dann dieser Daumenlutscher, Konrad, dem der Schneider mit der Schere die Daumen abgeschnitten hat weil er, kaum war die Mutter aus dem Haus, wieder den Daumen in den Mund gesteckt hat, trotz Warnung der Mutter… Ja, das hat mir als Kind wirklich zu denken gegeben…
Objekt:
Heinrich Hoffmann (1809-1894)
Quartett mit Struwwelpeter-Motiven nach einer Vorlage von B. Donndorf (Frankfurt am Main) von ca. 1890
Franz. Hersteller und Datierung unbekannt.
Ort:
Museum zu Allerheiligen, Schaffhausen
TiMer*in:
Ursula Gull
über uns:
Julia, 22 und Ursula, 71
Ich hörte, wie Julia vor dem Kartenset zu ihrem Partner den Satz: «Ach, das kenn ich!» sagte. Darauf angesprochen, erzählte sie von ihrer Erinnerung. Eine schöne, spontane Begegnung an der Museumsnacht.
2025
www.tim-tam.ch / www.mi-s.ch | Überraschende Begegnung mit der Vergangenheit, Museum zu Allerheiligen, Schaffhausen