

Als wir – Thomas und ich – vor dem Phlégmal Portal II stehen, wirkt es zuerst still. Doch dann beginnt die Oberfläche zu pulsieren, als hätte sie uns erkannt. Zwischen schleimigen Schichten blitzen Fragmente auf: ein warmes Rot, ein Geflecht wie ein flüsternder Pilzwald, ein Lichtstoss, der an einen ersten Atemzug erinnert. „Siehst du das auch?“, frage ich. Thomas nickt langsam - im ersten Moment, ohne den Blick abzuwenden. Wir treten näher heran. Die weissen Neonadern im Portal zucken auf, als ob es antworten wollte. Für einen Moment scheint es, als öffne sich dahinter ein Raum – ein Ort, an dem alles gleichzeitig beginnt und endet. Das Portal wartet und bleibt wach, offen, lauernd – bereit, unsere innersten Fragmente in seine eigene Welt aus Schleim, Licht und Verwandlung einzuschreiben.
Objekt:
Die Arbeit reflektiert das Leben als einen Zustand permanenter Übergänge und Transformationen.
Ort:
HEK (Haus der elektronischen Künste), Münchenstein
TiMer*in:
Anja De Lorenzo
über uns:
Thomas
Wir sind fasziniert von Kunstwerken, die verschiedenste Medientechnologien nutzen und deren Auswirkungen reflektieren.
2026
www.tim-tam.ch / www.mi-s.ch | Phlégmal Portal II, HEK (Haus der elektronischen Künste), Münchenstein