musee imaginaiere suisse
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Der weisse Hengst


Im Jahre 1806/1807 war ein Künstler namens Jacques-Laurent Agasse auf der Suche nach einem Gestüt, um ein Bild zu zeichnen. Er interessierte sich vor allem für Pferde.(Er fand sie besonders Edel.) Jacques-Laurent Agasse hatte eine Bewilligung von einem Gestüt erhalten. Endlich kam er an. Er wurde begrüsst von lautem Wiehern, einem braun-weissen, grossen Wachhund und dem Besitzer vom Gestüt. Der Besitzer führte ihn zu einer Weide. Er fragte: “Ich will eigentlich nicht jammern, aber haben Sie noch eine andere Weide?'' Der Besitzer sagte: “Natürlich. Aber in der Weide ist ein wilder Hengst. Ich will kein Risiko eingehen." "Verstehen Sie?"  "Ja. Aber können wir es nicht versuchen? Wenn es gefährlich wird könnte ich ja immer noch hier mein Bild zeichnen."  "Von mir aus." Zum zweiten mal führte der Besitzer ihn zu einer Weide. Dort angekommen, sah der Künstler den Schimmel, der gerade in die Höhe stieg und dann weg galoppierte. "Perfekt", sagt der Künstler. “ Ich weiss nicht ob das geht, der Hengst galoppiert doch immer weg. Ich versuche mal, ok? Ja." Als Jacques-Laurent Agasse alleine war, machte er alles bereit um los zu zeichnen. Plötzlich wieherte der Hengst und blieb edel stehen. Der Künstler fing an zu zeichnen. Erstaunlicherweise bewegte sich der weisse Hengst nie, bis Jacques-Laurent Agasse fertig gezeichnet hatte. Er war fertig und hielt in den Händen ein Prachtwerk. Der Künstler bedankte sich beim Besitzer und fügte noch hinzu: ”Ich habe noch eine Bitte an Sie. Bitte behandeln Sie den weissen Hengst gut." "Ja machen wir", sagte der Besitzer. Sie verabschiedeten sich voneinander und Jacques-Laurent Agasse fuhr los. Auf der Rückfahrt dachte der Künstler nur noch an den weissen Hengst und fragte sich, ob das wohl ein Zufall war?

 

Objekt / objet / oggetto

1806/1807, Jacques-Laurent Agasse

 

Ort: Kunst Museum, Winterthur

 

Angelina, 11

 


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