Wiborada – unsere Bibliotheksheldin, wurde als erste Frau in Rom heiliggesprochen. Doch wer ist sie?
Wiborada war anfangs des 10. Jahrhunderts stets auf der Suche nach mystischen Begegnungen. Sie liess sich in der Nähe vom Kloster St. Gallen in eine türenlose Zelle einschliessen. Als 'Wyber-Rat' bekannt, pilgerten Reich und Arm zu ihrer Zelle, um ihre Prophezeiungen zu hören. Dem damaligen Abt rät sie den gesamten Klosterschatz vor den Ungaren in Sicherheit zu bringen. Gesagt, getan. Wiborada jedoch verharrte in ihrer Zelle und liess sich nicht umstimmen. Die Plünderer fanden ein leeres Kloster vor. Empört liessen sie ihre Wut an Wiborada aus und erschlugen sie, bevor sie wieder verschwanden. Als die Mönche zurückkehrten, entdeckten sie ihre Überreste und bestatteten sie würdevoll in ihrer Klause. Ihr Mut und ihre Frömmigkeit hinterliessen Spuren – und ihre Geschichte eine fast tausendeinhundertjährige Literaturtradition!
Im Cod. Sang. 602 kann ihre bebilderte Vita nachgelesen werden!
Object: Seite 295 aus dem St. Galler Legendar Cod Sang 602 mit den illustrierten Lebensgeschichten der St. Galler Heiligen Gallus, Otmar und natürlich Wiborada
Lieu: Alternativ: öffentlicher Raum, espace public, spazio pubblico,
Tgi che nus essan: Sabine, 37
Dina, 24
Dina und Sabine - zwei bibliotheksbegeisterte Frauen, die die Bibliotheksheldin Wiborada in diesem besonderen Frauenjahr 2021 - 50 Jahre nach Einführung des Frauenstimmrechts - mehr Leuten näher bringen wollen.
2021
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