

Auf einer Wiese voller Kuhfladen herrscht reges Treiben von schwarzen Fliegen. Sie beschliessen frustriert ihr monochromes Aussehen zu verbessern. Mehr Farbenvielfalt soll ihre Attraktivität auf dem Fliegenbeziehungsmarkt erhöhen. Sie wagen den Sprung in den Farbtopf. Die Gelben surren nun stolz herum, bis die Wespen sich stechend wehren. Die Grünen versuchen es mit Tarnung: „Wir sind unsichtbar!“, rufen sie, setzen sich aber prompt auf einen roten Mohn und sind besser sichtbar als je zuvor. Die Blauen dagegen schweben elegant vor dem Himmel und halten sich fälschlicherweise für besonders gut getarnt. Was die farbenblinden Schwalben etwas anders einschätzen. Schliesslich mischt ein besonders waghalsiger Kandidat alle Farben durcheinander und glitzert in allen Tönen des Regenbogens. „Jetzt bin ich unsterblich!“, ruft er und lebt ganze zwei Wochen. Ein Rekord im Fliegenuniversum. Seitdem munkelt man: Wer in den Farbtopf fällt, fliegt nicht nur bunter, sondern auch länger durchs Leben.
Objekt:
Wunderwelt der Insekten
TiMer*in:
Martin Heini
über uns:
Martin & Daniela
Einführung ins TiMen
2025
www.tim-tam.ch / www.mi-s.ch | Fliegen aus dem Farbtopf, Museum Luzern, Luzern