

Joseph Bonaventur Greder, liess sich in jungen Jahren in Basel nieder, wo dessen Urahn Johannes Greder von Wiedlisbach schon im 15. Jahrhundert bezeugt ist. Joseph war bekannt für seine extravagante Haarpracht, die ihm viel Spott einbrachte. Laut einer alten Chronik «…enteilte Greder dem Gespött, indem er sich bei Nacht und Nebel mit einer Kutsche über den Passwang davonmachte.» Mit Geld aus einem Erbe begann er, in einer Manufaktur Perücken herzustellen und wurde bald als «Allongen-Greder» [Allonge = frz. Verlängerung] berühmt. Seine Perücken wurden in die ganze Welt exportiert. Rund um seine Fabrik siedelten sich rasch immer mehr Menschen an. Der Ort wurde «beim Alten [Greder]» genannt. Das A wurde zu O verfremdet, von «beim Alten» blieb schliesslich «Olten» übrig. Historisch nicht nachweisbar ist, dass Greder versucht habe, einen Weg Richtung Basel zu graben. Beim Bau des Hauenstein-Bahntunnels stiess man allerdings auf einen alten Stollen aus Greders Zeit.
Objekt:
Ölgemälde von Joseph Bonaventur Greder, gemalt von Gottlieb Rüefli, 1952
Ort:
Historisches Museum, Olten
TiMer*in:
Daniel Krieg
über uns:
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2026
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