

Es war einmal eine Nixe in Valendas, die schaute voller Sehnsucht talauswärts. Sie hat Sehnsucht nach dem Meer und nach Neptun. In den Händen hält sie einen Schatz - ist es Gold aus dem Vorderrhein? Auf alle Fälle sitzt sie festgenagelt auf dem Brunnen und kommt nicht weg. Nun ist ein gewaltiges Gewitter im Anzug und sie hat als einzigen Schutz einen grossen Hut auf dem Kopf. Da kommt ein altes Männlein vorbei und fragt, was ihr Problem sei. Da wünscht sie sich ein Schiff herbei, da sie sonst nicht weg kommt. Zum Glück hat das Männlein einen Schraubenzieher dabei und löst sie von ihrem Sockel. Sie steigt in das kleine Schifflein, das sie durch einen Wildbach bis zum Rhein bringt. Dort springt sie in den Fluss, schwimmt an Chur vorbei durch den Bodensee bis nach Basel. Unterwegs hat sie zwar ihre Goldstücklein verloren, da sie ihre Hände zum Schwimmen brauchte. Dafür trifft sie bei der Lorelei auf ihren geliebten Neptun und findet ihr Glück. Und wenn wir lange genug suchen, finden wir heute noch ab und zu ein Goldstück im Vorderrhein.
Oggetto:
Brunnenfigur Valendas, 1760
Luogo:
Rätisches Museum, Chur
su di noi:
Regula, 82, Elisabeth, 55 und 3 weitere Frauen
Wir sind eine zusammengewürfelte Gruppe von verwandten und bekannten Frauen
2025
www.tim-tam.ch / www.mi-s.ch | Brunnennixe, Rätisches Museum, Chur