

Wieder wurde es Frühling in den Bergen. Mutter Steinbock brachte einen wunderschönen Steinbockbub zur Welt. Der kleine bewunderte die bunten Blumen, das weiche Gras und den Sonnenschein. Mit den vielen anderen Steinbockkindern verbrachte er einen herrlichen Sommer. Langsam zog der Herbst ins Land. Die Blätter fielen von den Bäumen und die Wiesen wurden braun. Die Tage wurden kürzer und eines morgens lag überall Schnee. Unser Steinbock konnte sich mit dem Schnee nicht anfreunden. Er war nass und kalt und hatte Gras und Blumen verschluckt. Er fror und fand kaum Futter. Doch allmählich wurden die Tage wieder länger und unter der Sonne begann der Schnee zu schmelzen. Überall plätscherte und gurgelte es. Der Schnee verwandelte sich in Wasser und lief über die Wiesen. Das Gras begann zu wachsen und die Blumen kehrten zurück. Der Steinbock stellte sich auf die Hinterbeine und jauchzte so laut, wie ein Steinbock nur jauchzen kann. Er war glücklich! Noch bis er ein alter Steinbock- Grossvater war, begrüsste er jauchzend jeden Frühling!
Oggetto:
Churer Burgerbecher, 1876
Luogo:
Rätisches Museum, Chur
Volontari* TaM:
Monika Käppeli
su di noi:
Almuth Gelpke
Monika ü. 60 Almuth ü.70
2025
www.tim-tam.ch / www.mi-s.ch | Wie das Wasser dem Steinbock die Blumen zurück brachte, Rätisches Museum, Chur